Skischule Ladurns – Klarheit schaffen, bevor die Website entsteht
Ein komplexes Angebot, viele Nutzer, viele Möglichkeiten.
Das Projekt begann mit einer einfachen Frage: Wie lässt sich alles klarer machen?

Web design
Kunde — Skischule Ladurns
Status — Veröffentlicht
Einleitung
Als ich begonnen habe, die neue Website der Skischule Ladurns zu entwickeln, ging es nicht einfach darum, eine veraltete Website zu aktualisieren.
Die Skischule bot zahlreiche Aktivitäten an, das Angebot war jedoch noch nicht ausreichend klar strukturiert. Unterschiedliche Kurse, Dauer, Leistungsstufen, Zeiten und Teilnahmemöglichkeiten überschnitten sich und machten es schwierig, schnell das passende Angebot zu finden.
Bevor ich die Website gestalten konnte, musste ich deshalb zunächst verstehen, was die Schule tatsächlich anbot und vor allem, wie diese Angebote aus Sicht derjenigen strukturiert werden konnten, die sich für einen Kurs entscheiden.
Das Web kam erst danach.
Vor der Website: verstehen, was angeboten wird
Die erste Phase des Projekts war keine grafische.
Es ging zunächst darum, zu verstehen, was die Schule tatsächlich anbot und wie diese Informationen strukturiert werden konnten.
Die Ausgangssituation war eine lange Liste von Aktivitäten, Kursen und Möglichkeiten: Ski, Snowboard, Kinder, Gruppen, Privatunterricht, Freeride, Langlauf, Skitouren und weitere Aktivitäten.
Die Struktur war jedoch noch nicht klar definiert. Bei einigen Angeboten waren Art der Teilnahme, Teilnehmerzahl, Dauer oder enthaltene Leistungen nicht unmittelbar ersichtlich.
Bevor Seiten und Menüs gestaltet wurden, habe ich deshalb gemeinsam mit der Schule das Angebot geordnet und eine übersichtlichere Struktur entwickelt.
Das Ziel war nicht, die Komplexität zu reduzieren, sondern sie verständlich zu machen.

Struktur der Website. Die verschiedenen Angebote und die dazugehörigen Seiten.

In den letzten Jahren von der Schule angefragte Angebote.
Die Lösung: vom Angebot zum Booklet
Nachdem die Struktur der verschiedenen Aktivitäten geklärt war, bestand der nächste Schritt darin, sie in ein Kommunikationsmittel zu übertragen.
So entstand das neue Angebots-Booklet der Schule.
Jedes Angebot folgt derselben Logik: ein Bild, ein kurzer Text und die wichtigsten Informationen, um schnell zu verstehen, was der Kurs beinhaltet, für wen er gedacht ist, wann er stattfindet und wie viel er kostet.
Das Booklet wurde dabei nicht als vom Web getrenntes Material entwickelt. Es wurde zum ersten Bezugspunkt für die Entwicklung eines konsistenten Kommunikationssystems.
Zuerst das Angebot. Dann die Art, es zu erzählen.



Dieselbe Struktur wird digital
Die Website entstand direkt aus dieser Arbeit.
Die Hauptstruktur ist bewusst einfach gehalten: Ski, Snowboard, Weitere Aktivitäten, Team und Kontakt.
Innerhalb dieser Bereiche folgen die verschiedenen Angebote derselben Logik wie im Booklet. Bilder und kompakte Informationen sind so organisiert, dass sie auch auf dem Smartphone schnell erfasst werden können.
Das Webdesign wird damit zur natürlichen Weiterentwicklung der bereits definierten Struktur: kein neues System, das zusätzlich aufgebaut werden muss, sondern dieselben Inhalte, angepasst an ein anderes Medium.
Die Einfachheit der Navigation entsteht nicht dadurch, dass weniger Angebote gezeigt werden, sondern durch deren Organisation.
Das Projekt versucht nicht, die Komplexität zu verstecken. Es versucht, sie verständlich zu machen.







Nicht alles muss online sein
Für die Anmeldungen habe ich bewusst auf ein Online-Zahlungssystem verzichtet.
Die Anfragen werden über eigene Formulare für die verschiedenen Kurstypen erfasst und anschließend im direkten Austausch mit der Schule bearbeitet.
Eine Entscheidung, die sich an der tatsächlichen organisatorischen Situation des Kunden orientiert: Nicht jedes digitale Werkzeug ist notwendig, nur weil es in eine Website integriert werden kann.
Ein Service zu gestalten bedeutet auch zu verstehen, welche Werkzeuge tatsächlich notwendig sind.
Wenn Design bei der Organisation beginnt
Das Projekt der Skischule Ladurns begann vor dem Web.
Bevor Seiten, Menüs und Interfaces gestaltet wurden, musste zunächst verstanden werden, wie das Angebot organisiert war und wie es klarer präsentiert werden konnte.
Die Übertragung vom gedruckten Material auf die Website ermöglichte es, dieselbe Struktur über zwei unterschiedliche Medien hinweg beizubehalten und gleichzeitig an die jeweiligen Eigenschaften anzupassen.
Es ist ein Ansatz, den ich auch bei anderen Projekten anwende: zuerst das Problem verstehen, dann die Informationen organisieren und erst danach entscheiden, wie sie kommuniziert werden.
Im Fall von Ladurns ist das Ergebnis daher nicht nur eine neue Website. Es ist ein Kommunikationssystem, das rund um ein Angebot entwickelt wurde, das vor dem Projekt vor allem eines brauchte: mehr Klarheit.
Einfachheit bedeutet nicht, weniger zu sagen.
Sie bedeutet zu wissen, was man sagt, wo man es sagt und wann.
Beim Projekt Ladurns begann die Arbeit mit dem Angebot, führte über das Booklet und endete im Web.
Zuerst die Struktur. Dann die Kommunikation. Zum Schluss das Werkzeug.
